Akai LPD8 – ein kleiner USB-Midi Controller. Doch ist das kleine Gerät auch nützlich?

Bedingt durch ein Hochschulprojekt habe ich den Akai LPD8 Controller in meinen Privatbesitz aufgenommen, da er mich von den Daten her sehr überzeugt hat. Allein der Preis von aktuell 49€ ist klasse. Doch wie komme ich dazu, einen Controller für ein Projekt der Hochschule zu kaufen? Ganz einfach – ich wollte etwas Besonderes machen. Die Aufgabe besteht darin, eine Animationsprogrammierung mit Processing zu erstellen. Ich entschied mich dafür, eine Musik-Visualisierung zu programmieren und diese extern über Midi-Befehle zu steuern. Und so entstand die Idee, entweder ein Musik-Stück zu laden oder das interne Mikrofon des Laptops anzusprechen und dies alles über den Controller zu steuern. Ebenso soll die visuelle Wiedergabe über Midi-Befehle beeinflusst werden. Und da bot sich der Kauf des Controllers ziemlich an – man soll ja das Nützliche auch mit dem Spaß verbinden. 😉
Habt Ihr Interesse daran, dass ich mein Programm hier vorstelle? Dann beantwortet doch bitte die unten stehende Umfrage. Wenn die Resonanz positiv auffällt, erstelle ich sofort nach Abschluss des Projektes einen kleinen Bericht.

Soll ich mein Programm zur Musik-Visualisierung mit dem Controller hier vorstellen?

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Doch genug zur Vorgeschichte, nun kommt der eigentliche Test.

Lieferumfang des Akai LPD8

Der kleine Controller Akai LPD8 kommt in einer Plastikverpackung bei euch an. Desweiteren befindet sich das USB-Anschlusskabel, eine kurze Bedienungsanleitung und eine CD mit der Software “Akai LPD8 Editor” im Lieferumfang. Die Software lässt sich ebenso wie die Bedienungsanleitung optional auch auf der Website von Akai downloaden (Zur Hersteller-Site). Das war auch schon der komplette Inhalt, aber mehr ist auch nicht nötig bei diesem kleinen Controller. Es fällt jedoch sofort das sehr geringe Gewicht (der Controller selbst wiegt nur 454 Gramm) positiv auf, sodass der Controller auf jeden Fall für den mobilen Bereich Plus-Punkte bekommt, da man ihn schnell mal zum Laptop in die Tasche packen kann.

Anschluss an den PC und Installation der Software “Akai LPD8 Editor”

Der Anschluss an den PC ist ganz leicht. Einfach den Controller mit dem PC über das mitgelieferte USB-Kabel verbinden und das war’s. Ein Treiber muss nicht installiert werden. Möchte man nun doch ein paar Einstellungen vornehmen, installiert man noch zusätzlich die Software “Akai LPD8 Editor”. Diese ist sehr einfach zu bedienen und fast selbsterklärend. Mehr dazu weiter unten.
Und schon kann das Arbeiten mit dem Akai Controller losgehen.

Bedienung und Haptik der PADs und Potis des Akai LPD8

Insgesamt lässt sich sagen, dass der Controller sehr leicht zu bedienen ist. Man hat acht PADs und acht Dreh-Potis zur Verfügung. Die PADs sind als sogenannte Drum-PADs oder auch anschlagdynamische PADs ausgeführt, sodass man diese nicht hineindrücken kann, sondern man einfach wie bei einem Schlagzeug (deswegen auch Drum-PADs) auf das PAD drückt und dies dadurch wahr genommen wird. Als Feedback bekommt man eine orange-farbene Hintergrundbeleuchtung, die sich mithilfe der Software entweder als “Toggle” oder “Momentary” einstellen lässt. Dies bedeutet: entweder nach Berührung ein dauerhaftes Leuchten bis zum nächsten Drücken, also eine Art Schalter, oder ein Aufleuchten nur während des Drücken.
Die acht Dreh-Potis haben dagegen keinerlei Rückmeldung, sondern sind einfach als Drehregler mit Start- und Endpunkt ausgelegt und lassen sich circa 270 Grad drehen. Dies könnte bei Dunkelheit etwas zu einem Problem werden.
In der linken unteren Ecke befinden sich noch vier kleine Knöpfe: Program, PAD, Program Change und CC.
Mithilfe des Knopfes “Program” kann man zwischen vier Bänken umschalten. Das heißt, man kann bis zu 32 Funktionen auf die PADs legen,welche dann einfach innerhalb der Bänke umgeschaltet werden. Möchte man nun von einer Bank zur anderen wechseln, drückt man den Knopf und wählt einen der vier PADs in der unteren Reihe, damit werden die Bänke umgeschaltet. Klingt ziemlich cool und man kann damit noch mehr Funktionen auf dieses kleine Gerät packen. Dies gilt übrigens nicht nur für die PADs, sondern auch für die Drehregler.
Desweiteren kann man für die Drehregler einen unteren und einen oberen Midi-Wert angeben und somit sehr individuell auf vorhandene Programme reagieren.

Akai LPD8 Controller
Akai LPD8 in der Übersicht

Wie ist der Controller verarbeitet?

Der Akai LPD8 ist im Großen und Ganzen sehr gut verarbeitet. Das Gehäuse besteht zwar komplett aus Plastik, dies macht jedoch einen stabilen Eindruck. Die PADs sind aus Gummi, sodass man Drücken oder “Finger-Drummen” nicht abrutscht und sie sich gut anfassen lassen. Der einzige Kritikpunkt in der Verarbeitung bekommen die Drehregler. Diese wirken insgesamt etwas “billig” und verschlechtern das Gesamtbild der ansonst sehr guten Verarbeitung etwas. Ebenso liegen die Regler ziemlich dicht beieinander, sodass man aufpassen muss, nicht einen anderen Regler ausversehen zu verstellen.

Überblick über die Software “Akai LPD8 Editor” – Die Konfiguration

Die Software ist sehr einfach und intuitiv zu bedienen. Man bekommt schnell einen Überblick und lernt sehr gut damit umzugehen. Hier kann man den Controller so einstellen und für sich personalisieren, wie man es benötigt. Man kann hier die Midi-Kanäle für die PADs und Potis einstellen, die Minimal- und Maximal-Werte der Potis, sowie jede einzelne der vier Bänke konfigurieren. Ebenso kann man Presets abspeichern oder auch vorgefertigte Presets auf den Controller laden.

Software Akai LPD8 Editor
Überblick über die Software “Akai LPD8 Editor”

Fazit: Pro und Contra – lohnt sich der Kauf?

Pro:

  • günstiger Preis unter 50€
  • gute Verarbeitung
  • kompakt und leicht
  • PADs und Drehregler in einem Gerät kombiniert
  • einfach zu bedienen
  • mitgelieferte Software
  • Personalisierbare Presets nach den eigenen Vorstellungen des Nutzers
  • Beleuchtung der PADs

Contra:

  • Drehregler wirken etwas billig und sitzen eng beieinander
  • keine Beleuchtung der Drehregler
  • keine Endlos-Drehregler und kein Positions-Feedback, wenn man die Bank wechselt

Trotzdem lässt sich zum Schluss sagen, dass sich der Kauf auf jeden Fall lohnt. Der Controller ist kompakt, bietet viele Funktionen und ausschlaggebend ist natürlich der Spitzenpreis. Was soll man hier falsch machen.

Vergesst bitte nicht, die Umfrage zur Software weiter oben zu beantworten und natürlich wie immer am Ende: Stay tuned!

Zum Schluss noch ein kleines Video vom Hersteller direkt:

 

Test & Review: Akai LPD8 USB-Midi Controller, klein aber fein?
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4 thoughts on “Test & Review: Akai LPD8 USB-Midi Controller, klein aber fein?

  • 26. Dezember 2017 at 0:34
    Permalink

    Hi,
    ich bin relativ unerfahren im Hinblich auf BeatMaker. ich habe im LPD8-Editor soweit ersteinmal eine einfache Einstellung eingegeben. Doch jetzt zu meiner Frage:
    Ich bekomme keinen Ton aus dem LPD8 heraus. Also der Upload auf das Pad läuft reibungslos doch man hört nichts. Als Aufnahme Programm hab ich mir Audacity heruntergeladen. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
    LG

    Reply
    • 26. Dezember 2017 at 9:24
      Permalink

      Guten Morgen,

      Erst einmal vielen Dank für deinen Kommentar und das Interesse an meinem Blog.

      Jetzt zu deinem Problem. Wie du festgestellt hast, kommt aus dem LPD-8 kein Ton heraus. Das ist auch richtig so, denn das Midi-Pult kann nur eine Software steuern, aber nichts wiedergeben.

      Ich hoffe, ich konnte dir helfen. Wenn du weitere Fragen hast, schreibe einfach noch ein Kommentar 🙂

      Viele Grüße Max

      Reply
  • 20. April 2018 at 0:59
    Permalink

    Du hattest geschrieben das du vor hattest mit dem lpd8 controller mehrere sachen zu steuern.Wie genau funktioniert das ? Ich würde nämlich gern den akai lpd 8 controller nicht nur zum musik machen verwenden sondern gern auch wenn er grade nicht gebraucht wird als controller um andere dinge zu steuern.Also z.b mein studio mikrofon ausschalten (muten in windows) oder vllt irgendein programm aufrufen.Ich weiß das geht über die tastertur auch aber der akai würde sich dafür anbieten da man einstellen kann das die tasten bei einem druck dauer leuten und beim nächsten wieder aus gehen.So könnte man verschiedene funktionen auf die pads legen und wüsste was grade an ist oder ob grade z.b das mikro aus ist.

    Du hast das gerät super vorgestellt.
    Mfg

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    • 29. April 2018 at 11:24
      Permalink

      Hallo Tim,

      erst einmal vielen Dank für dein Lob. Das Freut mich. 🙂

      Ich habe den LPD 8 damals für eine Musik-Visualisierung genutzt und mit Hilfe von einem extra Programm (Processing) genutzt. Dort habe ich alle Funktionen einprogrammiert und die MIDI-Befehle eingelesen.
      Gerne kannst du mir auch eine Mail schreiben, wenn du Fragen dazu hast.

      Viele Grüße
      Max

      Reply

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